Badabumm


Nicht einmal in der Tiefgarage eines größeren Supermarkts ist man mehr sicher. Da trotteten meine Angebetete und ich gerade mit vollgepacktem Wagen zur Kasse, als ich eine Buchstaben- und Zahlenkombination durch die Lautsprecher hörte, die mich stark an mein Autokennzeichen erinnerte. Ungläubig fragte ich Claudi, ob sie das auch vernommen hat, und sie riet mir, doch besser mal bei der Information nachzufragen. Die freundliche Dame teilte mir mit, dass es da wohl einen Unfall gegeben hätte und mein Wagen da anscheinend beteiligt war, die Polizei sei schon unterwegs.

Schlimmeres befürchtend gehe ich geschwinden Schrittes zu meinem Parkplatz und sehe schon von Weitem einen silbernen Fiat Punto, der verdächtig nahe an meinem und dem Nachbar-Pkw steht. Der junge Mann hat wohl die Kurve auf dem nassen Tiefgaragenbeton zu schnell genommen und ist volle Kanne gegen unsere beiden Autos gekracht.

Viel passiert ist glücklicherweise nicht, das meiste hat das lackierte Plastikdings, im Volksmund „Stoßfänger“ genannt, abbekommen. Der Lack an einer Stelle ist allerdings auch recht abgekratzt, was die Reparatur ziemlich teuer machen dürfte.

Nachdem wir dann eine Stunde auf die Polizei gewartet hatten und sich unser tiefgefrorener Einkauf mittlerweile an den wohlig warmen Temperaturen erfreute, durften wir endlich nach Hause fahren.

Sehr lustig das. Der Typ, der sinnigerweise noch vor dem Hallo zugab, dass er der Schuldige ist, braucht nur noch ein Pünktchen in Flensburg, um seinen Lappen abgeben zu dürfen, fährt aber wie eine abgestochene Sau durch eine nasse Tiefgarage. Die Wucht des Aufpralls war immerhin so stark, dass unser Auto wie ein Schluck Wasser in der Parklücke hing und das andere Auto einen guten Meter nach vorne geschoben wurde. Entsprechend durfte er sich dann von einem etwas älteren, dickbäuchigen Polizisten eine Standardpredigt anhören und muss 35 Euro Bußgeld bezahlen.

Schade, dass er nicht den kaputten Auspuff getroffen hat…