Archiv des JC-Logs (2001–2011)

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  • Klabusterbeeren

    Die Bildung der Klabusterbeeren kann durch (?) das Tragen von fusselfreier Bekleidung, z.B. aus Latex, und regelmäßiger Po-Rasur deutlich vermindert werden.
    (Wikipedia)

    Man kann sich natürlich auch einfach nur waschen. via: ix

  • Selbst ist der Mann

    Erst muss ich backen, jetzt muss ich auch noch nähen. Blöder Jacket-Knopf.

  • Der Tag

    (I) Ich habe heute mehr E-Mails von Firmen (mit teilweise ominösen »Gutscheinen«) bekommen, als Anrufe. Was sagt uns das über den Datenschutz? Oder über meine Sozialkompetenz?

    (II) Aber vielen herzlichen Dank für die zahlreichen Glückwünsche. Besonders gefreut, weil unerwartet, habe ich mich über die SMS meiner Noch-Schwiegereltern.

    (III) Weniger gefreut habe ich mich heute über den Zettel an meiner Wohnungstür:

    Wir waren heute um <handschriftlich> 1000 </handschriftlich> Uhr bei Ihnen. Leider haben wir Sie nicht angetroffen.

    <handschriftlich> Wegen eines Rohrbruches. Dringend! </handschriftlich>

    Bitte vereinbaren Sie mit uns einen neuen Termin! Unsere Telefonnummer ist 0221/XXXXXX

    (Datum, Unterschrift)

    Mehrere Fragen drängen sich mir da auf:
    1.) Ich habe meinen Nachbarn gestern gesagt, dass ich heute arbeiten muss. Das mag manchen in diesem Haus eigenartig vorkommen, aber ich habe ein geregeltes Berufsleben, das das Verlassen der Wohnung erfordert. Also, what the fuck �?
    2.) Ich habe keinen Termin vereinbart. Weshalb dann einen neuen vereinbaren? (Jaja, ich weiß, Vordruck und so.)
    3.) Was ist, wenn ich morgen einen wichtigen Geschäftstermin habe? Den habe ich nämlich.
    4.) Muss ich aufräumen?

    (IV) Ich habe heute zugesagt, bei einem Umzug mitzuhelfen. Man muss ja in Vorleistung gehen, bevor ich meinen faulen Arsch aus Wesseling raus nach Köln bewege. Nachdem die zweite automatische Mieterhöhung diesen Monat eingetreten ist, hege ich den Gedanken, meinen Abbuchungsauftrag zu stornieren und einfach gar nicht mehr zu zahlen. Soviel Geld für eine Wohnung in Wesseling, am Arsch der Welt, vorne mit Blick auf das einzige Hochhaus im Ort, hinten die Umgehungsstraße unterm Balkon, unten der Wasserrohrbruch.

    (V) Der 10. Oktober 2005 im überblick:
    00:00 Uhr – Mir selbst zum Geburtstag gratuliert.
    01:00 Uhr – Ins Bett gegangen.
    07:30 Uhr – Aufwacht worden.
    08:15 Uhr – In die Arbeit gefahren.
    20:45 Uhr – Wieder daheim gewesen.
    21:15 Uhr – Gegessen.
    21:30 Uhr – Computer angemacht eingeschaltet.
    21:45 Uhr – Nebenbei »heute journal« geschaut. Ach, Angela Merkel ist also Kanzler(in). Ich habe eine Wette gewonnen.
    22:45 Uhr – Diesen Eintrag geschrieben.

  • Erste Male

    Es gibt viele erste Male. Am vergangenen kalendarischen Tag habe ich zum Beispiel das erste Mal meine Nachbarn aus dem Erdgeschoss kennengelernt, die wohl mal wieder einen Wasserrohrbruch haben und das auslösende Ereignis bei mir vermuteten; was sie dazu veranlasste, sich einmal gründlich in meiner Wohnung umzusehen.

    Gestern habe ich auch zum ersten Mal in meinem Leben gebacken. Muffins, im Drei-Schicht-System. Die erste Schicht ist verbrannt, die beiden anderen sind aber sehr genießbar.

    Und heute feiere ich zum ersten Mal in meinem Leben meinen Geburtstag allein.

  • Die Leichtigkeit des Seins

    Weblog-Lesen wird immer unerträglicher. Benötigte ich früher noch mehrere Stunden, um eine Woche Nicht-Lesen aufzuholen, schaffe ich das mittlerweile in unter einer Stunde. Das, obwohl sich die Zahl der von mir abonnierten Feeds ständig erhöht.

    Die meisten Weblogs sind einfach viel zu belanglos, wiederholen sich oder/und schreiben zuviel. Ja, zuviel. Ich kann und vor allem will nicht x-hundert Eintrage durchlesen. Also schnell auf »als gelesen markieren« und weiter. (übrigens stehen Podcasts im völligen Gegensatz zu meiner Art des Webloglesens; schnell geht da nämlich überhaupt nichts. Darüber wann anders vielleicht mal mehr.)

    Erschwerend kommt hinzu, dass ich die wirklichen Perlen unter den Säuen immer erst Jahre nach allen anderen entdecke. Warum hat mir zum Beispiel noch niemand gesagt, was für ein ausgezeichnetes Weblog MC Winkel betreibt? Bei ihm habe ich heute mehrere Stunden verbracht und seit rückwirkend ab (das lasse ich jetzt so stehen!) Mai 2005 alles nachgelesen, was ich bisher verpasst habe.

    Ad »belanglos«: Ja, ich weiß, wer im Glashaus sitzt und so weiter. Ich war schon immer ein Langweiler (runterscrollen zum Kommentar von Tim und meiner Antwort darauf, auch wenn er das Bild nicht mehr online hat).

  • Kein Weblogger

    zu 1.) Habe nicht mal einen Notizblock.
    zu 2.) Ich hasse das.
    zu 3.) Habe kein Handy mit Fotoapparat drin.
    zu 4.) Bin nur alle paar Tage wirklich online.
    zu 5.) Meine Arbeitskollegen sagen nur »Hallo!«.
    zu 6.) Habe keinen iPod.
    zu 7.) Benutze meine Gmail-Adresse nur im Weblog-Impressum.
    zu 8.) Ich weiß darauf keine Antwort.
    zu 9.) Wiki ist ein Wikinger! Und außerdem hatte ich schon 1999 ein Wiki.
    zu 10.) Habe erst seit gestern einen Flickr-Account, aber noch nichts damit angestellt. Außerdem sage ich höchstens: »Wollen wir mal Liebe machen?«

    Ich bin also kein Weblogger. via: ix

  • Weblog-Kompetenz bei Tomorrow

    Pruhahahahahaha. Ich liebe diese Google-Suchen nach dem eigenen Namen. Jetzt gesehen, dass IT&W bereits im Februar auf einen Tomorrow-Artikel hingewiesen haben, der widerum auf meine schmale, vollkommen unvollständige und dilletantische JoWiki-Webloganbieter-Liste verweist – im Kontext zu »Sex-Weblogs: Die schärfsten Erotik-Tagebücher«.

    Ja, richtig, ich wusste bis gerade eben nichts davon. Wie sollte ich auch, hat doch schließlich niemand auch nur einen einzigen Klick auf diesen Link gewagt und so einen Eintrag in der Referrer-Liste zu diesem Wiki-Eintrag hinterlassen (die zwei Stück stammen von mir gerade).

  • Der letzte Tag

    Was ich an meinem letzten Urlaubstag mache? Mich durch das Archiv meines Weblogs lesen. Und dabei diesen Beitrag finden und nur noch denken: Stimmt! Ich habe noch nichts gegessen heute.

  • C1

    Ich wundere mich gerade. Habe ich die Geschichte noch gar nicht verewigt? Dann wird’s aber mal Zeit.

    Am 25. Juni war ich zusammen mit meinem Vater in Gelsenkirchen, genauer auf Schalke. Nein, kein Fußballspiel (an diesem Tag war zwar das Halbfinale des Confed-Cups, in dem Deutschland gegen Brasilien ausschied, aber nicht auf Schalke), sondern die »Stock Car Crash Challenge« von Stefan Raabs TV Total. Als großen Raab-Fan (ja, die gibt’s auch außerhalb der Zielgruppe) lud ich meinem Vater zu der Veranstaltung ein, denn passenderweise hatte er genau an diesem Tag Geburtstag. Das Hinfinden war verdammt einfach, ich hätte nicht einmal das Navigationssystem gebraucht; und das mag was heißen, bei mir. Der Weg zur »Arena auf Schalke«, die jetzt nicht mehr so heißt, war super ausgeschildert. Allerdings standen wir schon auf der Autobahn im Rückstau, aber das musste man ja erwarten. Nach dennoch relativ kurzer Zeit erreichten wir das Parkplatzgelände und fuhren die Straße entlang, bis uns eine Einweiserin Zeichen gab, rechts abzubiegen. Im Augenwinkel konnte ich noch die Parkplatzbezeichnung »C1« erkennen, bevor wir nach einem freien Stellplatz Ausschau hielten und so einen auch schnell fanden.

    Nachdem das Auto abgestellt war orientierten wir uns ganz pragmatisch: Großer runder Bau = Stadion = Ziel. Zusammen mit den Massen erreichten wir den richtigen Eingang, konnten nach kurzer Verwirrung ob der Nummerierung und Blockbezeichnung in der Schalke-Arena die richtigen Plätze finden und genossen die Veranstaltung.

    Die Veranstaltung begann pünktlich um 20 Uhr 15 und endete gegen Mitternacht. An dieser Stelle könnte ich jetzt schreiben, wie die »Stock Car Crash Challenge« war. Aber das ist nicht interessant. Ich habe auch nicht einfach so geschrieben, wie wir zum Parkplatz und danach zum Stadion gefunden haben.

    Denn weder mein Vater, noch ich haben wirklich registriert, wo mein Auto geparkt wurde. Wer meine Familie und mich kennt, der weiß, dass es irgendwann soweit kommen musste. Was jetzt begann, war eine – um das gleich einmal vorwegzunehmen – über zweistündige Suche nach einem metallic-roten Peugeot.

    Unsere Verwirrtheit begann schon beim Verlassen des Stadions. Wir standen vor dem Ausgang und wussten nicht, in welche grobe Richtung wir überhaupt gehen sollten. Nachdem wir einmal um die Arena liefen, immer auf der Suche nach etwas, das uns bekannt vorkommt, fiel mir ein, dass ich »C1« gelesen hatte. Kurzerhand schnappte ich mir eine Person mit orangefarbener Warnweste und fragte sie, wo Parkplatz C1 ist. »Ich glaube in die Richtung« sagte und zeigte er. Gut, dachte ich.

    Natürlich war die Warnweste ahnungslos. Aber ein anderer Parkplatzeinweiser hatte mehr Ahnung vom Terrain und konnte uns in die richtige Richtung lotsen. Auf dem riesigen C1-Areal angekommen sahen wir erst einmal – Autos. Viele, viele Autos. So richtig bekannt kam mir das Gelände nicht vor, aber wir begannen unseren Kilometermarsch und grasten eine Reihe nach der anderen ab, mein Vater die rechte, ich die linke Seite im Auge.

    Mein Auto war nicht dabei. Also noch einmal von vorne. Zwischenzeitlich wären wir ein paar Mal fast überfahren worden und begegneten anderen Leuten, die auch auf der Suche nach ihrem Auto waren. So schlossen wir neue Bekanntschaften. Einige trafen wir auch später wieder. Wir begrüßten uns mit: »Ach, hallo, ihr seid der blaue Audi!« – »Ja, genau. Hallo roter Peugeot!« – »Und schon Erfolg gehabt?« – »Nein. Und ihr?« – »Ebenso.«

    Hey, ich habe nichts davon gesagt, dass wir uns sinnvoll unterhalten hätten. Außerdem hatten alle anderen Suchenden eine entscheidende Entschuldigung: absolute Trunkenheit. Wir dagegen waren nüchtern. Wir waren einfach nur orientierungslos.

    Nachdem wir jeden Grashalm auf Parkplatz C1 vermessen hatten, begannen wir mit den restlichen Parkplätzen. Wer schon einmal auf Schalke war, kann sich vorstellen, was für ein Gewaltmarsch es von A1 über E2 bis P1 ist. Wir sind diesen Weg dreimal gegangen. (Wer sich ein Bild des Geländes machen will: Google Maps, Anreiseskizze)

    Gegen 2 Uhr war ich mit den Nerven fertig, mein Vater – seltsam ruhig, wie ich fand – und ich konnten nicht mehr laufen. Gerade machte ich mir Gedanken, wie wir fortfahren sollten. Ein Taxi rufen und nochmal alle Parkplätze abfahren, gleich zur Polizei gehen? Oder mit dem Zug nach Hause fahren und morgen nochmal bei Tageslicht suchen? Obwohl, dann könnten wir auch noch die drei, vier Stunden warten, bis es hell wird.

    Da ruft mein Vater auf einmal: »Rasensteine!« – »Hä?« – »Na, Rasensteine. Mir ist gerade eingefallen, dass ich beim Aussteigen wegen dieser blöden Rasensteine umgeknickt bin.« – »Und?« – »Diese ganzen großen Parkplätze sind alle unbefestigt. Unser Parkplatz hatte aber Rasensteine.«

    Gute Information. Zusammen mit meinem Wissen (C1!) gingen wir nochmal an den Ausgangspunkt zurück. Gibt es irgendwo einen Parkplatz mit Rasensteinen?

    Um es kurz zu machen, den gibt es. Ein zweireihiger Parkplatz zwischen C1 und C2, klein und versteckt und ohne Beleuchtung. Und da stand mein Auto, allein und verloren. Es war 2 Uhr 30.

    Welche Vorteile hatte diese Nacht, fragst du? Viele. Seitdem merke ich mir jeden Straßennamen, wenn ich irgendwo parke, wo ich mich nicht auskenne, gucke mir jede Ecke an und merke mir jede Abbiegung die ich gemacht habe. Mein Auto hat zum ersten Mal eine Streicheleinheit bekommen. Mein Vater und ich haben einen ausgiebigen Abendspaziergang gemacht, den wir zuhause mit einem ausgiebigen Abendmahl und einer Flasche Kölsch ausglichen. Wir haben Gelsenkirchen gesehen und nette junge Leute getroffen (»Ey, tschuldigung, wisst ihr, wo hier noch was abgeht?« – »Sorry. Aber wisst ihr, wo mein Auto steht?«). Aber das Wichtigste an diesem Abend: Mein Vater hatte einen wirklich unvergesslichen Geburtstag und konnte noch viele Wochen etwas erzählen. Mein Vater erzählt gerne.

  • Protokoll

    Gestern in einer nächtlichen Surfaktion den inhaltlichen Doppelgänger meiner Uma-Thurman-Fansite entdeckt. Dem Betreiber eine etwa fünfseitige E-Mail geschickt und ihm mitgeteilt, was ich davon halte. Ihn letztendlich aufgefordert, die kopierten Teile nicht zu löschen oder zu verändern, wenn er nicht will. Ich bin ja ein Netter.

    Nebenbei festgestellt, dass eben diese meine Fansite in sämtlichen deutschsprachigen, »offiziellen« Biografien und Informationen über die Schauspielerin als einzige Fansite verlinkt wird. Ein wenig stolz gewesen und gleichzeitig beschämt, dass ich mich nie wirklich um diese Website bemüht habe. Die Absicht mir gegenüber erklärt, das in Zukunft ändern zu wollen. Kurz danach gedacht, dass ich das sowieso wieder verwerfen werde.

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